3D-Röntgen in der HNO-Heilkunde

Die digitale Volumentomographie (DVT) ermöglicht die präzise und weitgehend artefaktfreie Darstellung knöcherner Strukturen, was einen Einsatz im Bereich der Nasennebenhöhlen und vorderen Schädelbasis sowie der Laterobasis/Felsenbeine ermöglicht.

Klinische Anwendung in der HNO-Heilkunde:

Durch die exzellente Darstellung auch feinerer knöcherner Strukturen (Hochkontrastobjekte) bei hoher Resistenz gegenüber Strahlungsartefakten durch Metallfremdkörper bietet sich eine sehr gute Beurteilbarkeit hinsichtlich Fragestellungen im Bereich der Nasennebenhöhlen, des Nasenskeletts, der vorderen Schädelbasis und der Laterobasis/Felsenbeine.

Nasennebenhöhlen/vordere Schädelbasis:

  • Darstellbarkeit der Röntgenanatomie von der Spina nasalis anterior bis zur Rückwand der Keilbeinhöhle
  • Darstellung chirurgisch relevanter Strukturen (Agger-nasi-Zellen, Processus uncinatus, Infundibulum, Recessus frontalis, Bulla ethmoidalis, Verlauf der mittleren Nasenmuschel, A. ethmoidalis anterior im Verhältnis zum Siebbeindach, Siebbeindach entsprechend der Klassifikation nach Keros,…)
  • präzise Distanzmessungen
  • Diagnostik bei akuten und chronischen Sinusitiden
  • traumatologische Fragestellungen bei Mittelgesichtsfrakturen
  • interdisziplinäre Beurteilung bei V.a. dentogene Sinusitiden

 

Felsenbeindarstellungen/Laterobasis:

  • gute Darstellung der teilweise sehr feinen anatomischen Strukturen
  • Darstellbarkeit der Ossikel
  • Defekte der Schädelbasis oder des Labyrinthes, Bogengangsarrosionen
  • Verlauf des Nervus facialis
  • Beurteilbarkeit des Mastoids
  • Beurteilbarkeit von Mittelohrimplantaten
  • Lagekontrolle nach Cochlear-Implant-Versorgung   
  • Darstellung von Innenohrfehlbildungen
"Den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für HNO Heilkunde zufolge ersetzt die DVT Diagnostik v.a. bei der Darstellung der Schädelbasis und der Nase sowie Nasennebenhölen die computertomographische Untersuchungstechnik "
forum HNO:Ramming et al.4/2013
"Die digitale Volumentomographie besticht durch eine deutlich niedrigere Strahlenbelastung als die herkömmliche CT Untersuchung und bietet eine umfangreiche 3 D Darstellung z.B. des Nasennebenhöhlensystems oder des Mittelohres mit den Gehörknöchelchen."
Dr. med. Sabine Brauser | Düsseldorf